
|
Wort (Luxemburger Tagezeitung) vom 25 April 2008 Rubrik Kultur & Leben |
|
|
Acht Stunden täglich arbeitet Monique Feltgen als Staatsangestellte.
Doch auch an Feierabenden, Wochenenden und im Urlaub sitzt sie weiter fleißig
an ihrem Computer, aber diesmal, um düstere Fantasien zu Papier zu bringen.
Vorläufige Zwischenbilanz
der "Schreibtischtäterin":
drei Romane, mehrere Verletzte und eine Leiche. Kurzes Treffen mit einer Autorin,
die noch lange nicht daran denkt,
ihre Krimikarriere zu beenden. Im
Gegenteil ...
Wie wird
man von der bedächtigen Staatsangestellten zur Krimi-Autorin
? Nun, geschrieben habe ich schon immer.
Als Zehnjährige erste Geschichten, später als Jugendliche
weitere Erzählungen. Irgendwie habe ich immer daran
geglaubt
, eines Tages Schriftstellerin zu werden. So habe ich beispielsweise auch Manuskripte bei literarischen Wettbewerben deutscher Frauenzeitschriften eingeschickt.
Auch wenn dabei nie etwas
heraus kam, habe ich die Hoffnung auf das "richtige"
Manuskript nie aufgegeben. Eigentlich wollte ich auch
immer Liebesromane schreiben, denn die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren interessieren Ihre drei
Bücher, "Das Rousegäertchen-Komplott",
"Endstation Steeseler
Plateau" und "Tatort Rollengergronn",
spielen sich fast ganz in Luxemburg ab. Was macht das Großherzogtum zum idealen kriminalistischen
Setting? Ich selbst mag es, Bücher
zu lesen, deren Handlungsorte ich persönlich kenne. Sich auch
geografisch in einem
Roman wiederzufinden, gibt
der Geschichten einen besonderen Anreiz. Was aber nicht heißt, dass auch alle
zukünftigen Romane hier spielen werden.
Mein erster Roman, der noch nicht
veröffentlicht wurde und
an dem ich noch hie und da schreibe, spielt beispielsweise nicht hierzulande . In Ihren Romanen
steht jedes Mal eine andere Figur
im Mittelpunkt. Unüblich für eine Szene, die gerne Serienhelden à la Brunetti in den Kampf gegen das Verbrechen schickt ... Anfangs habe ich mit diesem
Gedanken gespielt, aber dann habe
ich Wie recherchieren
Sie für Ihre Geschichten? Mein erster Gedanke ist immer
dem Handlungsort gewidmet. Liegt dieser einmal fest , ergibt sich die Geschichte (fast) wie
von selbst. Dann arbeite ich Lesen Sie
privat auch Kriminalromane? Ich lese viel und gerne, im Zug oder abends im
Bett ... John Grisham ist
einer meiner Favoriten. Aber ich lese nicht nur Krimis, sondern
ein wenig "quer durch den Garten". Besonders interessiert Spielen Sie
mit der Idee, eines Tages
aus dem "Hobby"
eine Vollzeitbeschäftigung
zu machen? Das wäre natürlich die
Erfüllung meiner kühnsten Träume . Auch wenn
man realistisch bleiben sollte, man muss im Leben ein Ziel
haben. Selbst , wenn dieses unerreichbar scheint. Wer weiß ... Interview: Vesna Andonovic
|
|
|
|
|
|
|
|